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Querschnitt eines römischen Brückenpfahls
Holzanatomische Bestimmung

Holz hat eine komplexe Anatomie. Die strukturelle Variabilität der Holzgewebe, die sich in 350 Millionen Jahren Baumgeschichte entwickelte, ist der Grund für die Vielseitigkeit dieses Stoffes. Für jede Holzart mit ihren spezifischen Eigenschaften findet sich in allen Lebensbereichen ein Verwendungszweck. Die Holzanatomie bildet die Basis der archäodendrologischen Untersuchungen. Es ist Voraussetzung den Aufbau des Holzes zu kennen, nicht nur um die Hölzer nach ihrer Art zu bestimmen, sonder auch die technologischen Eigenschaften zu charakterisieren und umweltbedingte Reaktionen der Bäume zu erkennen. Holzanatomische Bestimmungen können einen bedeutenden Beitrag zur Klärung archäologischer, historischer sowie landschafts- und vegetationsgeschichtlicher Fragestellungen liefern.

Eine sichere Bestimmung von Hölzern nach deren Art bzw. Gattung ist erst durch die Betrachtung der verschiedenen Zellarten und Verbände, deren Größe, Menge und Verteilung, im mikroskopischen Bereich möglich. Man unterscheidet zum Beispiel Harzkanäle, Parenchym, Markstrahlzellen, Hoftüpfel, Holzfasern und Tracheiden - um nur ein paar wenige zu nennen. Die Formen richten sich dabei nach den Aufgaben, ob Zellen und Gewebe Speicher-, Leit-, Wachstums- oder Festigkeitsfunktionen übernehmen. Mit von 40 bis 400facher Vergrößerung werden die Strukturen auf der Querschnitts-, Radial- und Tangentialfläche untersucht

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